Schon als kleines Mädchen hatte ich einen Hang zu Rohkost und vegetarischer Ernährung und mochte keine Milch.

Ich war schon immer schlank. Umgeben von Übergewichtigen Menschen. Umgeben von Menschen, die gerne Fleisch essen und matschiges Gemüse. Das ist ok. Ich bekam Kritik. Aus den eigenen Reihen. Und damals habe ich mir gemerkt, wenn du Dinge isst, die dir gut tun, wirst du zum Außenseiter. Dann mag dich keiner. Und es ist doch albern zu sagen, rohe Möhren mag ich lieber.

Immer wieder in den letzten 16 Jahren habe ich versucht zu meiner Natur und meinem Ursprung zu kommen. Zu dem was mir gut tut. Doch ganz tief in meinem Unterbewusstsein war verankert, wenn du das machst, mag dich keiner mehr. Und da ich genauso, wie du, ein Soziales Wesen bin und Angst vor Ablehnung habe, ist aus meiner gesunden Ernährung ohne Zucker und mit wenig Milchprodukten nichts geworden. Auch in den letzten Jahren gab es immer wieder Kommentare von Menschen, die mir Nahe stehen und ähnliche Werte haben wie ich. 

„Gesunde Ernährung geht nicht mit kleinen Kindern.“

„Hast du Studien dazu?“

„Das machst du 3 Monate und dann hast du keine Lust mehr drauf.“

„Mit wäre das zu anstrengend.“

„ungesund schmeckt dich besser.“

„Ich gönne mir gerne Schoki.“

„Ohne Schoki und Pizza kann ich nicht leben.“

Jetzt und hier weiß ich, dass Veränderung schwer ist und dass meine Angst vor Ablehnung und Überzeugungen anderer mich davon abgehalten haben, liebevoll für mich zu sorgen.  Ich esse was ich essen möchte, für MICH. Und nicht gegen dich. Nun weiß ich, dass Sätze dir mir andere entgegen bringen ihre Überzeugungen und Ängste vor Veränderung sind. 

Mit dem Wissen mache ich mich auf den Weg zu mir zustehen.

Es tut meinem Körper gut auf Zucker, Fleisch und Milch zu verzichten.Ja, es wird eine Umstellung sein, die ich gerne aus Liebe zu mir in Kauf nehme. 

20. Januar 2020