Ich sitze draußen an einem dieser schönen ersten Sonnentage. In der Sonne ist es angenehm warm und sie scheint auf meine Haut. Meine Augen sind sanft geschlossen und mein Atem fließt ruhig und sanft. Im außen höre ich Vögel zwitschern. Friedlich fühlt es sich an. Friedlich hört es sich an.

Und mein Geist wirft die Frage in den Raum: Ist auch Friede in mir? Ich glaube das Thema Frieden, innerer Frieden und Frieden stiften wird wohl zu einem meiner Lieblingsthemen. Und so langsam fange ich wirklich an zu verstehen und zu er-fahren was das heißt.

Mein schlauer Geist. Gute Fragen kann er stellen. Es ist schön, wenn das Wetter verlockend, erfrischend und voller Energie ist. Es ist schön, wenn im außen Frieden herrscht. Doch reicht das allein? Die Antwort kannst du dir wahrscheinlich denken. Nein, das reicht nicht. Wahrer Frieden kann nur entstehen, wenn er in dir und durch dich entsteht.

Und wenn dich Dinge im Außen aus der inneren Mitte bringen, du voller Ärger, Angst, Neid, Frust, Groll, Traurigkeit bist, dann ist es ein Zeichen dafür, dass da etwas in dir noch Aufmerksamkeit braucht.
Woher kommen der Ärger und der Groll? Die Angst möchte vielleicht einfach nur wahr-genommen werden und nicht bei Seite geschoben. Der Ärger? Woher kommt er her? Hattest du Erwartungen an andere, die nicht erfüllt wurden? Ärgerst du dich eigentlich mehr über dich und nicht über Mann/Frau/Nachbarn/Chef?
Dinge, die im Außen geschehen sind immer nur ein Spiegel deiner Befindlichkeit und zeigen dir, wie sehr du schon den Frieden in dir hast. Und zeigen dir, wo etwas in dir gesehen werde möchte. Vielleicht auch, wo Veränderung notwendig ist.

Und um zu der Frage zu kommen: Ist auch Friede in mir? Ganz ehrlich. Gerade nicht. Und das weiß ich seit dem Moment als die Frage in mir aufblitzte. Doch das ist okay für mich. Gerade bin ich nicht in Frieden mit mir und meiner Umwelt. Doch jetzt wo ich das bewusst und klar vor Augen habe, kann ich etwas verändern. Bewusstsein schafft Raum für Veränderung. Bei mir. Damit der Frieden wieder Platz nehmen darf.

18. Februar 2019