Meditation bei Yoga HerzRaum

Der Meditationssitz ist neben Shavasana die wichtigste Haltung oder auch Asana im Yoga. Es heißt, dass das Hatha Yoga geschaffen wurde, um in der Meditation leicht und frei zu sitzen und der Atem frei fließen kann. Zu Beginn deiner Yogapraxis kann es sein, dass es dir schwer fällt länger im Meditationssitz zu sitzen. Da können bereits nach weniger Minuten die Beine einschlafen oder es ist so unbequem, dass es dir unmöglich ist darin zu entspannen. Regelmäßiges üben von Asanas wird dir das kreuzbeinige Sitzen leichter und leichter werden. Dein Körper wird durch das Bewegen und Dehnen flexibler, Anspannungen reduzieren sich und du gewöhnst dich an das Sitzen. 

Bei der Meditation, zur Zwischenentspannung oder bei bestimmten Atemübungen ist eine sitzende Haltung erforderlich. Auch einige Asanas kann man im Sitzen durchführen z.B. Varianten des Drehsitzes.

Und wie sieht der Sitz nun aus? Deine Beine sind kreuzbeinig hintereinander auf dem Boden abgelegt. Die Hüften öffnen sich und die Knie sinken dabei entspannt nach unten. Ist das nicht möglich, kann es hilfreich sein den Fersensitz zu wählen oder auf einem Stuhl zu sitzen. Auch das Gesäß sinkt in die Unterlage hinein. Du lässt hier ganz los und verbindest dich mit Mutter Erde. Der Oberkörper ist aufgerichtet nach oben. Damit der Rücken in der natürlichen Krümmung der Wirbelsäule bleibt, sollte das Becken aufgerichtet sein, damit der Untere Rücken nach oben hinaufragt. Vielen Menschen gelingt diese Aufrichtung gut mit einem Meditationskissen, Meditationsbank oder einer dicken Decke. Manche können auch ohne Unterstützung gut sitzen.

Bis man wirklich leicht und frei im Meditationssitz sitzt, kann es einige Zeit dauern. Denn auch hier, ähnlich wie in Shavasana (siehe auch letzter Blogbeitrag), erschweren uns Fehlhaltungen, Fehlstellungen, Verspannungen, Stress das Sitzen auf dem Boden. Doch jeder Moment der Übung bringt dich näher ans Ziel. 

Und da das Sitzen so wichtig ist, ist es ein Bestandteil jeder Yogastunde, wo ich dich darin unterstütze einen für dich bequemen Sitz zu finden. Denn es gibt hier zahlreiche Varianten und Möglichkeiten den Sitz an deinen Körper anzupassen. Und dann liegt es an dir diesen Sitz zu nutzen für wundervolle Dinge wie Atemübungen, Asanas und Meditation und somit immer mehr und immer wieder Körper, Geist und Seele in Einklang zu bringen.

11. Juni 2019